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Historiker gegen Deutschen Marinebund – Streit um das Ehrenmal Laboe

600.000 Euro zahlte die schleswig-holsteinische Landesregierung für die Neugestaltung des Ehrenmals in Laboe. Die alte Ausstellung zu Ehren der getöteten Marinesoldaten wurde immer wieder von Kritikern als „revanchistisch“ eingestuft. Endlich sollte sie vom „Heldenmal“ zum „Friedensmahnmal“ umgewandelt werden. Doch jetzt sorgt auch die neue Ausstellung für Streit: Fünf Historiker beklagen, dass das Ausstellungskonzept einen „unkritischen historischen Ansatz“ habe, die Rolle der Marine im Zweiten Weltkrieg werde darin nicht reflektiert. Der Deutsche Marinebund als Alleineigentümer des Ehrenmals weist diese Vorwürfe als „obskur“ zurück. „Heldenmal“ oder „Friedensmahnmal“ – das „Kulturjournal“ berichtet über einen brisanten Streit. 

Zur Internetseite des DMB mit mehr Informationen zum Ehrenmal (klick). 

 

 Montag, 26. Juli ab 22:30 Uhr auf NDR-Fernsehen

Quelle: NDR

 

„Gorch Fock“ ist 59 Tonnen leichter geworden

Kiel. Das Segelschulschiff  „Gorch Fock“ ist nach sechs Monaten wieder in Kiel. Am Freitag, um 15.30 Uhr machte die Bark der Deutschen Marine nach einer sechsmonatigen Werftzeit wieder an der Innenseite der Tirpitzmole fest.

Anfang Januar hatte das älteste Schiff der Flotte Kiel mit Ziel Elsfleth verlassen. Bei der Elsflether Schiffswerft  an der Huntemündung wurde das 90 Meter lange Segelschulschiff komplett überholt. Auch wenn man es ihr äußerlich nicht ansieht, doch die Bark ist bei der Überholung um  59 Tonnen leichter gemacht geworden.

Ermöglicht wurde dies durch einige Umbauten und den Einbau neuer Geräte, wie Kommandant Norbert Schatz erklärt. Die Gewichtsreduzierung dient der Sicherheit, da sich das Krängungsverhalten ändert und sich das Schiff schneller wieder aufrichtet, erklärt der Kapitän zur See. Ein Faktor, der gerade beim Segeln und bei  schlechtem Wetter sehr wichtig ist. Mehr Stabilität soll auch die Umstellung des Materials im Schiffskiel bringen. Dort waren bislang 18000 Barren Eisen als Balllast eingelagert. Sie wurden durch  Bleibarren ersetzt. Im Rumpf der Bark befinden sich rund 400 Tonnen Ballast  als Gegenwicht zur Takelage.

Mehrere Tonnen Gewicht wurden zusätzlich durch neues Material in der Takelage eingesparrt. Es kamen dort neue Tampen zum Einsatz, die bei gleicher Festigkeit leichter sind.  Weitere Einsparungen brachte der Einbau neuer Geräte im Schiff. „Das sind zum Beispiel neue Kühlschränke und Generatoren, die nicht nur sparsamer, sondern auch leichter  sind“, sagt Kommandant Schatz.

Die 142köpfige Stammbesatzung hat jetzt zwei Wochen Urlaub. Vom 5. bis 8. August steht ein Besuch in Hamburg auf dem Programm, bevor es am 12. zur Marineschule Mürwik geht. Danach geht es mit den Offizieranwärtern  zur Segelvorausbildung nach Kiel, vom wo aus die „Gorch Fock“ am 20. August in Richtung Bremerhaven startet. Von dort aus beginnt Ende August die Umrundung Südamerikas. In Kiel wird das 1958 in Dienst gestellte Schiff erst zur Windjammerparade der Kieler Woche 2011 wieder zu sehen sein.

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Quelle: Kieler Nachrichten, Fotos: Ramona Amstutz 

 
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