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"Gorch Fock" nimmt Kurs auf Kap Hoorn – Segelschulschiff der Marine umrundet erstmals Südamerika

 Das Segelschulschiff "Gorch Fock" verlässt am Freitag, den 20. August, um 10 Uhr seinen Heimathafen Kiel, um zur 156./157. Auslandsausbildungsreise aufzubrechen. Unter dem Kommando von Kapitän zur See Norbert Schatz (53) nimmt die weiße Dreimastbark mit insgesamt 229 Besatzungsmitgliedern Kurs auf Südamerika, beteiligt sich auf Einladung als Botschafter Deutschlands unter anderem an den 200-Jahr-Feierlichkeiten der Unabhängigkeit Argentiniens und Uruguays von Spanien und wird erstmals das berüchtigte Kap Hoorn umrunden. Es wird eine der bisher längsten Ausbildungsfahrten in der 52 jährigen Geschichte des Großseglers.

Rechtzeitig zur "Kieler Woche 2011" wird die "Gorch Fock" wieder in Kiel zurückerwartet. Dann wird sie rund 23.000 Seemeilen (circa 42.500 Kilometer) zurückgelegt haben, was rechnerisch mehr als einer Weltumsegelung entspricht.

Ausbildung an Bord

Segelvorausbildung im Heimathafen Kiel. Foto: © Manfred OhdeMehr als 250 Offizieranwärter der Marine der Crew VII/2010 - aufgeteilt in drei "Törns" (Etappen) - werden im Rahmen ihrer "Seemännischen Basisausbildung" erste Erfahrungen an Bord des Großseglers sammeln. An Bord des Segelschulschiffes erlernen die Lehrgangsteilnehmer das grundlegende seemännische Handwerk. Sie erfahren in der Praxis die Bedeutung von "Teamwork" und "Kameradschaft". Trotz moderner Sicherheits- und Navigationsausrüstung werden alle 23 Segel der Bark - mit einer Gesamtsegelfläche von mehr als 2.000 Quadratmetern - per Hand bedient. Dabei wird den Lehrgangsteilnehmern und der Segelcrew sowohl beim Aufentern in bis zu 45 Meter Höhe als auch beim Segelsetzen viel abverlangt. Hierbei kommt es vor allem auf Geschicklichkeit, Ausdauer und Teamfähigkeit an.

Neben der Stammbesatzung befinden sich im ersten Törn insgesamt 105 Offizieranwärter, darunter 33 weibliche und vier ausländische Kadetten an Bord. Die Soldaten aus Albanien, Südkorea, Tunesien und der Türkei durchlaufen gemeinsam mit ihren deutschen Kameraden die gleichen Ausbildungsabschnitte.

Nach den Offizieranwärtern werden im weiteren Verlauf der Reise auch angehende Unteroffiziere an Bord des Segelschulschiffes ihre seemännische Ausbildung absolvieren.

Weihnachten in See

Nach Verlassen des Heimathafens wird der Dreimaster zunächst einen deutschen Hafen anlaufen und vom 25. bis zum 30. August das Flaggschiff der "Sail Bremerhaven" sein. Danach geht es mit Südkurs über Las Palmas auf Gran Canaria (Spanien) und Salvador de Bahia (Brasilien) nach Buenos Aires (Argentinien). Das Weihnachtsfest wird die Besatzung dann in See verbringen. Den Jahreswechsel erleben die Soldaten in Montevideo (Uruguay), ehe es nach einer weiteren Station in Ushuaia (Argentinien) um die Südspitze Südamerikas, ums Kap Hoorn geht.

Auf der Pazifikseite Südamerikas werden Valparaiso (Chile), Lima (Peru) und Acapulco (Mexiko) angelaufen. Durch den Panama-Kanal geht es dann zurück auf die atlantische Seite des Kontinents. Über Cartagena (Kolumbien), Fort Lauderdale (Florida, USA), Hamilton (Bermudas) und Ponta Delgada auf den Azoren (Portugal) führt der Kurs danach wieder gen Heimat.

"Seglerisches Neuland"

Das Seegebiet unweit der Antarktis hat die "Gorch Fock" in den zurückliegenden 52 Jahren nicht befahren. "Länge der Reise und Geographie sind Herausforderungen für Schiff und Besatzung. Seglerisch betritt das Schiff mit der Umrundung der Südspitze Südamerikas Neuland. Aus der Zeit der 'Flying P-Liner' wie 'Pamir' und 'Passat' ist Kap Hoorn legendenbehaftet, woraus sich für die Besatzung eine gewisse Erwartungshaltung ergibt", sagt Kapitän zur See Schatz zu der vor ihm und seiner Besatzung liegenden Reise - und ergänzt "Kap Hoorn ist für den Segler das, was für den Bergsteiger der Mount Everest ist."

Seit der Indienststellung im Dezember 1958 wurden über 14.500 Offizier- und Unteroffizieranwärter auf der "Gorch Fock" ausgebildet. Im Verlauf der Ausbildungsreisen besuchte sie 380 Häfen in 55 Ländern auf fünf Kontinenten und legte dabei rund 750.000 Seemeilen zurück, was beinahe 35 Erdumrundungen entspricht.

Quelle: Presseinformationszentrum Marine. Fotos: Manfred Ohde


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