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„Gorch Fock“ unter neuem Kommando

 

Das Segelschulschiff der Marine, die weltbekannte „Gorch Fock“, hat einen neuen Kommandanten. Am 28. Juni 2014 übergab Kapitän zur See Helge Risch die Verantwortung an Fregattenkapitän Nils Brandt.

Kommandantenwechsel auf der weltbekannten „Gorch Fock“

Zum Ausklang der diesjährigen Kieler Woche fand an Bord des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ im Marinestützpunkt Kiel, dem Heimathafen der weißen Bark, ein Kommandowechsel statt. Der Kommandeur der Marineschule Mürwik, Flottillenadmiral Carsten Stawitzki, zu dessen Schule das Segelschulschiff quasi als schwimmendes Klassenzimmer gehört, übergab die Kommandogewalt von Kapitän zur See Helge Risch an Fregattenkapitän Nils Brandt.

Der scheidende Kommandant übergab nach knapp zwei Jahren das Kommando an seinen Nachfolger. Nach einer für Schiff und Besatzung recht schwierigen Zeit erhielt Risch den Auftrag, das Schiff auf der Basis eines überarbeiteten Ausbildungskonzeptes wieder in Fahrt zu bringen. Dieser Herausforderung hat er sich mit großem persönlichem Engagement gestellt und blickt nach zwei Ausbildungsreisen nicht ohne Stolz auf eine erfolgreiche Arbeit zurück. „"Die letzten zwei Jahre waren nach schwierigen Zeiten eine große Aufgabe, die wir gemeinsam als Team, als Besatzung angegangen sind. Heute steht das Schiff wieder da, wo es hingehört. Insofern gehe ich sehr zufrieden von Bord"“, so seine persönliche Bewertung.

MusterungMit einem guten Gefühl

Für einen Schiffsführer ist die Abgabe des Kommandos immer ein einschneidender Moment, dem man nur ungern entgegen blickt. Kapitän zur See Risch macht da keine Ausnahme. Nach seinen persönlichen Gefühlen befragt, sagte er „"man lässt Menschen zurück, die einem ans Herz gewachsen sind und für die man Verantwortung getragen hat. So gesehen gebe ich das Kommando über die „Gorch Fock“ nur sehr ungern ab. Bei Kapitän Brandt weiß ich Schiff und Besatzung aber in guten Händen".“

Für den gestandenen Marineoffizier bedeutete dieser Abschied von Schiff und Besatzung zugleich auch der Abschied von der aktiven Seefahrt. Risch wird nun Abteilungsleiter Planung im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam, wo er Verantwortung für die im Auslandseinsatz befindlichen Soldaten tragen wird.

Admiral StawitzkiLeistung gewürdigt

Der Kommandeur der Marineschule Mürwik würdigte in seiner kurzen Laudatio die Verdienste von Kapitän Risch und fasste dessen gelebte Führungskompetenz sehr knapp, aber sehr treffend mit den Worten zusammen: „"Rahmenbedingungen schaffen, damit Talente sich entfalten können"“.

Zur weiteren Erläuterung ging er weit in die Geschichte zurück und zitierte Kaiser Wilhelm II mit den Worten „"Der Seeoffizier muss viel lernen und die Charakterbildung der Offizieranwärter zu fördern ist die wichtigste Aufgabe der Vorgesetzten"“. Nach den Worten von Admiral Stawitzki hat sich daran bis heute nichts geändert - und Kapitän Risch hat dieses gelebt.

HandschlagErster Offizier wird Kommandant

Für den neuen Kommandanten, Fregattenkapitän Nils Brandt, sind die Planken des Segelschulschiffes vertrautes Terrain. Bereits seit einem Jahr ist er als Erster Offizier an Bord der „Gorch Fock“ und wechselte direkt in die neue Funktion. Kiel und auch Schleswig-Holstein sind dem erfahrenen Marineoffizier gut vertraut. Aufgewachsen in der Landeshauptstadt, diente er längere Zeit als Divisionsoffizier an Bord der „Gorch Fock“ und darüber hinaus war er von 2009 bis 2011 Kommandant der Fregatte „Schleswig-Holstein“. Mit dem Kommando über das Segelschulschiff der Deutschen Marine geht für den versierten Segler ein lange gehegter Traum in Erfüllung.

Ende August wird unter seinem Kommando der nächste Ausbildungstörn starten. Er führt das Segelschulschiff zunächst auf eine kurze Ostseereise nach Visby auf der schwedischen Insel Gotland, anschließend durch Nordsee und Biscaya ins französische La Rochelle, weiter nach Malaga in Südspanien und über die portugiesische Hauptstadt Lissabon wieder zurück nach Hause, wo Schiff und Besatzung kurz vor Weihnachten wieder erwartet werden.

Pullen 1Kommandant tritt ab

Der Kommandowechsel selbst war unter zwei Aspekten ungewöhnlich. Zum einen fand er an einem Wochenende während der Kieler Woche am Tag der traditionellen Windjammerparade statt. Zum anderen war er für den scheidenden Kommandanten ungewöhnlich, weil er noch am letzten Tag mit seinem Schiff zur See gefahren ist - an erster Position in der Phalanx der vielen kleinen und großen Segler auf der Kieler Förde.

Seine wirklich letzte Seefahrt trat Risch allerdings erst nach der Kommandoübergabe an - als er in guter alter Marinemanier von den Offizieren und Meistern seiner Besatzung in einem Ruderkutter „abgepullt“ wurde, vorbei an der an der Reling angetretenen Besatzung.

Quelle: PIZ Marine, http://www.marine.de

 


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