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Jenny Bökens Schicksal als Film

 

Das Schicksal von Jenny Böken bewegt noch immer die Gemüter. Sechs Jahre nach dem Tod der „Gorch Fock“-Kadettin will Nico Hofmann, Produzent und Geschäftsführer der Ufa Fiction, das Leben der 18-Jährigen verfilmen.

Wie die Fernsehproduktionsgesellschaft in Potsdam mitteilte, hat sie sich die Persönlichkeitsrechte von den Eltern gesichert. Basis für den Film sei die Schilderung der Autorin Dona Kujacinski in dem Buch „Unser Kind ist tot“. Ufa Fiction werde den Stoff gemeinsam mit Kujacinski entwickeln. Die Autorin werde auch am Drehbuch mitarbeiten, hieß es. Einzelheiten wurden noch nicht genannt. Klar ist: Unterstützung von der Marine kann die Produktionsgesellschaft nicht erwarten. „Wir schließen eine Zusammenarbeit aus, Das Kapitel Jenny Böken ist für uns abgeschlossen“, erklärte eine Sprecher.

 Ufa Fiction steht für große und erfolgreiche Fernsehproduktionen. Die „Schlikkerfrauen“ wurden von Hofmann ebenso produziert wie der Historienfilm „Götz von Berlichingen“ oder „Die Lichtenbergs“ mit Axel Prahl in der Hauptrolle. Die Eltern von Jenny Böken zeigten sich denn auch dankbar für das Interesse am Schicksal ihrer Tochter. „Vielleicht hilft eine Verfilmung dabei, die Umstände ihres Todes zu klären“, erklärten Marlis und Uwe Böken. „Das Schicksal der Jenny Böken berührt mich nicht nur tief, es macht mich auch nachdenklich und betroffen“, erklärte Hofmann. Es ehre ihn sehr, dass die Eltern Vertrauen in ihn setzen.

Zum Hintergrund: In der Nacht auf den 4. September 2008 war die damals 18 Jahre alte Jenny Böken aus Geilenkirchen während ihrer Nachtwache über Bord gegangen. Die Leiche wurde später in der Nordsee gefunden. Die genauen Todesumstände sind bis heute umstritten. Die Eltern erheben seit Jahren schwere Vorwürfe an die Marineführung. Juristisch scheiterten sie allerdings bisher. Erst vor einem Monat hatte das Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde der Eltern nicht zur Entscheidung angenommen. Wie berichtet ging es um die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Schiffsarzt.

Quelle: Kieler Nachrichten


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