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Mit Olli ... Auf der Gorch Fock - Tag 1

Hauptfeldwebel Oliver Bender ist an sich Panzerkommandant. Doch für YouTube Bundeswehr erkundet er ganz andere Bereiche der Truppe.

In der ersten Folge der Serie „#Mit Olli ...“ begibt sich Hauptfeldwebel Oliver Bender für zwei Tage auf das Segelschulschiff der Marine: Die Gorch Fock. Doch nur umschauen - ist nicht. Hier muss Olli mit anpacken, denn es gilt das Schiff zu steuern, Segel zu packen oder essen auszugeben. Ein Einblick aus erster Hand.

 

 

„Gorch Fock“ startet zur Frühjahrsreise

Am 16. April hat das Segelschulschiff „Gorch Fock“ den Heimathafen Kiel verlassen und startete damit zur 166. Auslandsausbildungsreise. Mit 44 Unteroffizieranwärtern an Bord stach der weiße Dreimaster unter dem Kommando von Kapitän zur See Nils Brandt in See und nahm Kurs auf die Nordsee. Auf der Pier wurden die Besatzungsmitglieder von circa 250 Besuchern verabschiedet.

Kapitän Nils Brandt verabschiedet sich.

An Bord des Segelschulschiffes sind diesmal keine Offizieranwärter, sondern Unteroffizieranwärter aus der Bootsmannlaufbahn. Sie kommen aus allen Verwendungsbereichen und erhalten auf der „Gorch Fock“ eine seemännische Basisausbildung. Ganz ähnlich wie im Fall der Offizieranwärter dient diese der Teambildung, soll aber auch allen Lehrgangsteilnehmern eine maritime Prägung vermitteln. Verabschiedet wurde die Bark durch den Kommandeur der Marineunteroffizierschule Plön, Kapitän zur See Thomas Schütze.

Nach dem Auslaufen aus Kiel wird die „Gorch Fock“ durch den Öresund an Kopenhagen vorbei und durch das Skagerrak in die Nordsee segeln, um dort den norwegischen Hafen Bergen anzusteuern. Im Anschluss geht es von dort weiter ins schottische Edinburgh. Nach dem offiziellen Besuchsprogramm werden die Lehrgangsteilnehmer ihren Lehrgang beenden und von Edinburgh aus die Rückreise nach Deutschland antreten.

Die Bark und Stammbesatzung setzen erst danach wieder die Segel in Richtung Heimat. Diese wird durch einen weiteren Hafenaufenthalt in der Freien und Hansestadt Hamburg unterbrochen. Die „Gorch Fock“ wird dort am Hafengeburtstag teilnehmen undvoraussichtlich am 12. Mai wieder in Kiel zurück erwartet.

Hintergrundinformation

Seit ihrer Indienststellung im Dezember 1958 wurden auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ ca. 15.000 Offizier- und Unteroffizieranwärter ausgebildet. Im Verlauf vieler Ausbildungsreisen besuchte die weiße Bark bisher knapp 400 Häfen in rund 60 Ländern auf fünf Kontinenten. Sie legte dabei mehr als 750.000 Seemeilen zurück, was umgerechnet etwa 35 Erdumrundungen entspricht.

Quelle: PIZ Marine

Alle Bilder: Frank Proch

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„Gorch Fock“ im Lichterglanz

Noch bis Neujahr präsentiert sich die Marine in Kiel mit Festbeleuchtung. Alle Einheiten der Marine haben dafür die Lichterketten gesetzt. Eine Beleuchtung, wie sie sonst in der Regel nur bei Auslandsbesuchen geführt wird. Aus der Menge der beleuchteten Schiffe ragt die „Gorch Fock“ heraus, die erstmals seit Jahren wieder zum Jahreswechsel in ihrem Heimathafen liegt.

Gorch Fock im Lichterglanz

In den vergangenen fünf Jahren hatte das Schiff die Festtage auf den Kanarischen Inseln, in der Werft oder in Südamerika verbracht. An der Tirpitzmole hatte das Schiff seit 2008 nicht mehr zum Jahreswechsel gelegen. Deshalb nutzen in diesen Tagen viele Hobbyfotografen und Spaziergänger die Chance für Schnappschüsse der Bark unter voller Beleuchtung.

Die Lichterkette hatte die Besatzung bereits vor dem Einlaufen am 19. Dezember gesetzt. Sie wird erst im neuen Jahr wieder abgenommen. Die Stromversorgung erfolgt über einen Landanschluss, wie bei allen Marineschiffen im Kieler Stützpunkt.

Quelle: Kieler Nachrichten, Frank Behling

 

Frohe Weihnachten

Allen Seeleuten wünschen wir Fröhliche Weihnachten, ein gutes neues Jahr 2015 und ein glückliche Heimkehr.

Gofo-Weihnachtskarte-international-2014 web

Weihnachten auf See

Fern der Heimat und den Lieben
ohne Schlitten – ohne Schnee
nur die Erinnerung daran ist Dir geblieben.

Am dunklen Himmelszelt leuchtet hell unser Weihnachtsstern 
doch dein Blick ruht auf dem hellen Kompaß
nur dein Herz wäre jetzt so gern
bei Frau – Kindern und den Liebsten – in deiner Seele spürst du das

Dein Schiff zieht ruhig seine Bahn
hebt und senkt sich stetig auf und ab
Heiligabend am Ruder – es nützt nichts – du musst ran
der Grog muss warten – die Lieder auch – später steigst du ins Logie hinab

Dort erwartet Dich ein Tannenbaum – geflochten aus Tausendbein
"Frohe Weihnacht" tönt es Dir entgegen
und jetzt schmeckt Dir auch der Punsch so fein
inniglich singst du mit Kameraden "Stille Nacht" – und spürst tief in Dir – Gottes Segen

So war einst Weihnachten auf See
fern der Heimat und den Lieben
heute feierst du mit Schlitten und im Schnee
aber die Erinnerung daran ist Dir geblieben.

Von Volker Sturmat (Möwe).

 

„Gorch Fock“ kehrt zurück 

Die Lichterkette hängt, der Tannenbaum steht und alle Seesäcke sind gepackt. Die „Gorch Fock“ liegt seit Freitag wieder ruhig und still an ihrem Liegeplatz an der Tirpitzmole. Das Ausbildungsschiff der Marine hat seine 165. Auslandsausbildungsreise beendet. Jetzt kehrt Feiertagsroutine an Bord ein.

Gorch-Fock-Besatzung grüßt die wartenden Angehörigen.

So ruhig wie auf den letzten Meilen war es für die Besatzung auf der Reise nicht immer. „Wir hatten auf der Rückfahrt ganz guten Wind“, berichtet Nils Brandt (48). Der Kommandant ließ als begeisterter Segler da natürlich auch das Vollzeug setzen. „Auf der Strecke von Malaga nach Lissabon haben wir 95 Prozent unter Segel zurückgelegt. Später wurde es dann etwas kälter und auch rauer“, schildert er. Teilweise musste die Bark mehrere Tiefdruckgebiete austricksen und in der Nordsee durch sieben Meter hohe Wellen heimwärts segeln. „Unsere Meteorologin hat dabei einen Super-Job gemacht. Ihre Wettervorhersagen waren immer Punktlandungen“, sagt Brandt. Dafür war Heidi Schmid zuständig. Die 41-jährige Bayerin war erstmals auf der „Gorch Fock“ als „Wetterfrosch“ eingeschifft. Die Diplom-Meteorologin ist Zivilistin und gehört zum Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr in Fürstenfeldbruck. „Ich wurde angefordert und habe mich natürlich gefreut. Ich war schon in der Antarktis, aber noch nicht auf einem Marineschiff“, sagt sie stolz. Auch mit Heißluftballonen hat sie Erfahrungen. Nur die große Seefahrt fehlt ihr noch in ihrer Karriere. „Da kam die ,Gorch Fock’ gerade recht“, sagt sie.

Für einen Meteorologen sei die Aufgabe, ein Schiff im November entlang der Küsten Westeuropas zu führen, eine echte Herausforderung. „Das Wetter ist schon extrem und eine sehr spannende Sache. Besonders wenn man zu dieser Jahreszeit auch auf die Segelbedingungen achten muss“, sagt sie. Gleich reihenweise waren seit November die Sturmtiefs vom Atlantik gen Europa gerauscht. „Durch ihre Beratung sind wir da überall heil durchgekommen“, sagt Kommandant Brandt. „Nur vom letzten Sturmtief haben wir in der Nordsee doch noch etwas abbekommen. Wir hatten zeitweise 50 Knoten Wind und sieben Meter hohe Wellen. Das habe ich auch noch nicht erlebt“, erinnert sie sich.

Typisch bayrisch war für Heidi Schmid auch der Empfang auf der Tirpitzmole. Ihr Kollege Konrad Baumann war aus Fürstenfeldbruck angereist und stand trotz des frischen Seewindes in zünftiger Lederhose auf der Pier. „Ich bring unsere Heidi jetzt aber schnell wieder zurück nach Fürstenfeldbruck“, sagte er.

Mehr als 500 Angehörige empfingen am Freitag das Schiff und die Besatzung. Darunter auch Oberfähnrich Jytte Kolks (23), die während der Fahrt ihre seemännische Grundausbildung absolvierte. „Das war schon eine wichtige Erfahrung“, sagte sie. Direkt am Schiff nahm Mutter Birte sie in die Arme und brachte sie anschließend zurück ins heimische Flensburg. Mehrere Wochen hatten die beiden nur E-Mail-Kontakt.

Für die „Gorch Fock“ geht es jetzt erst einmal ruhig weiter. Bis April wird das Schiff in Kiel liegen. Dann geht es mit den Bootsmannsanwärtern auf eine Frühjahrsreise. „Ziele sind Bergen, Edinburgh und Hamburg. Rechtzeitig zu Pfingsten fahren wir dann mal wieder durch den Kanal zurück nach Kiel“, sagt Brandt. Im Sommer 2015 gehe es mit der normalen Planung weiter. Kieler Woche und Hanse Sail gehören wieder zum Programm. „Im August startet dann wieder die Ausbildung der Offizieranwärter mit der großen Herbstreise“, sagt Brandt.

Quelle Text: Frank Behling, Kieler Nachrichten
Alle Fotos: Michael Brzoza

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