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Gorch Fock 1

Die GORCH FOCK I (das Original)

Am 26. Juli 1932 ging das deutsche Segelschulschiff Niobe in der Ostsee bei der Insel Fehmarn unter. In einer extrem starken Gewitterbö kängte der Gaffelschoner auf 40 bis 50 Grad, die Ruderwirkung setzte aus. Beim Versuch anzuluven legte sich die Niobe völlig auf die Seite und kenterte innerhalb weniger Minuten. 40 Mann konnten gerettet werden, 69 Seeleute ertranken weil unter Deck gerade ein Unterricht stattfand. Darauf beschloss die Reichsmarine ein neues Schulschiff zu bauen. Es bekam den Namen Gorch Fock.

Die Gorch Fock I unter Vollzeug.

Die Daten der ersten Gorch Fock

Baujahr 1933, Werft Blohm & Voss, Hamburg
• Typ Bark, Stahlrumpf
• Lüa x B x T = 82,1 x 12 x 5,2 Meter
• 1392 BRT, 1510 ts Verdängung
• 23 Segel, insgesamt 1750 qm
• Höhe Großmast über Deck 41,3 Meter
• Hilfsmotor 550 PS
• 66 Mann Stammbesatzung, 180 Kadetten bei der deutschen Reichsmarine
• 46 Mann Stammbesatzung, 150 Kursteilnehmer als Tovarischtsch bei der Sowjetunion

Bis 1939 machte die Gorch Fock als Schulschiff ausgedehnte Ausbildungsreisen. Den zweiten Weltkrieg überstand sie in Stralsund. Als sie im Mai 1945 diesen Hafen verließ, lief sie auf eine Mine und sank. Andere Quellen sprechen auch davon, dass sie versenkt wurde. 1948 wurde das Wrack von der Sowjetunion gehoben und drei Jahre repariert. 1951 folgte die Indienststellung als Schulschiff der Handelsmarine der Sowjetunion unter dem Namen Tovarish (Kamerad) auch Tovarishch oder Towarischtsch geschrieben. Es wurde der Marineschule in Cherson am Schwarzen Meer übergeben. Eigentlich ist es die Towarischtsch 2, denn die Russen hatten schon eine Viermastbark gleichen Namens, die 1943 im Asowschen Meer untergegangen war.
1957 fuhr die Towarischtsch einmal um die Erde und rundete dabei Kap Horn. 1974 und 1976 siegte sie zweimal bei den Operations Sail Regatten. 1992 löste sich die Sowjetunion auf und die Bark wechselte unter ukrainische Flagge, denn ihr Heimathafen Cherson gehört zur Ukraine. Die deutsche Tall-Ship Friends vermittelte 1992/93 Windjammerreisen auf der Towarischtsch. Von 1995 bis 1999 lag das Schiff zur Reparatur in England, doch die Arbeiten kamen nicht in Gang. 1999 bot Tall-Ship Friends die Wiederinbetriebnahme an und das Schiff verholte nach Wilhelmshaven. Im Jahre 2000 war die Towarischtsch ein Highlight der EXPO am Meer.

Die Ukraine hatte kein Geld für ihre Towarischtsch. Der Liegeplatz war kostenlos und die ukrainische Besatzung wurde von den Wilhelmshavenern durchgefüttert. Vier Jahre lag der Segler so in Wilhelmshaven. 2003 gelang es Tall-Ship Friends die Bark zu kaufen. Die Towarischtsch wurde mit dem Dockschiff Condock V nach Stralsund gebracht und dort reapariert. Am 29. November 2003 wurde die Bark auf ihren alten Namen getauft: Gorch Fock. Zur Zeit kann das Schiff besichtigt werden, eine Gaststätte an Bord ist geplant. Für die Zukunft hat man sich die Wiederherstellung der Segelfähigkeit vorgenommen (Stand Jan. 2004). www.gorch-fock-1.de

 

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