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Die "Gorch Fock" kommt nach Hamburg (abendblatt.de)
Geschrieben von: Hermann Dirkes   
Mittwoch, 03. September 2008 um 23:10

Das Segelschulschiff "Gorch Fock", Hamburgs Fußball-Idol Uwe Seeler und das Museumsschiff "Rickmer Rickmers" sind die Stars eines ungewöhnlichen Seefahrtswochenendes im Hamburger Hafen: Die "Gorch Fock", Hamburgs Patenschiff, das 1958 bei Blohm + Voss vom Stapel gelaufen war, legt am Freitag, 5. September, 10 Uhr, anlässlich ihres 50. "Geburtsjahres" an den Landungsbrücken, Brücke 1, an. Es ist der erste Besuch des Windjammers seit 19 Jahren. Am Freitagabend dann wird Uwe Seeler, wie berichtet, an Bord der "Rickmer Rickmers" zum 16. Ehrenkapitän ernannt und vor 150 Gästen die gold verzierte Uniform der alten Frachtsegler-Kapitäne tragen.

Das Programm für das "Geburtstagsschiff" hat es in sich: Der Erste Bürgermeister lädt den Kommandanten und Besatzungsangehörige der "Gorch Fock" zu einem Senatsfrühstück ins Rathaus ein. Die Crew, zu der 112 Offiziersanwärter gehören, wird u. a. die HSH-Nordbank-Arena besuchen: Schließlich gilt das Marineschulschiff inoffiziell als "Flaggschiff des HSV". Es kann am Sonnabend von 15 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 12 sowie von 14 bis 16 Uhr besichtigt werden. Am Sonntagabend, 18 Uhr, feiert die Besatzung mit Freunden und Angehörigen zwischen den beiden Windjammern eine große Geburtstags- und Patenschaftsparty. Am 8. September, 10 Uhr, wird die "Gorch Fock" die Hansestadt, für deren Besuch sie ihre 151. Ausbildungsreise extra unterbrechen wird, mit Ziel Dublin wieder verlassen.

Quelle: abendblatt.de 

sti.
 
Gorch Fock besucht Hamburg
Geschrieben von: Hermann Dirkes   
Montag, 01. September 2008 um 22:55

Hafenpanorama Hamburg

Fast zwei Jahrzehnte lang hat die "Gorch Fock" nicht in Hamburg angelegt. Anlässlich seines 50. Geburtstages stattet das berühmte Schiff der Hansestadt nun aber endlich einen Besuch ab. Interessierte bekommen dann sogar die Gelegenheit, die Dreimastbark von innen zu bewundern.

Was wäre ein runder Geburtstag ohne die Patentante? Nur halb so schön, findet auch die Besatzung der „Gorch Fock“. Deswegen macht das 50 Jahre alte Segelschiff in seinem Jubiläumsjahr einen Abstecher in ihre Patenstadt Hamburg. Am kommenden Wochenende macht es an den Landungsbrücken fest, zum ersten Mal seit 19 Jahren.

Am 5. September zwischen 9 und 10 Uhr läuft die „Gorch Fock“ in den Hafen ein, danach laden Senat und Bürgerschaft eine Delegation ihres gemeinsamen Patenschiffs ins Rathaus ein. Und schon am Abend schlendern mindestens 150 junge Männer und Frauen in Matrosenhemden durch St. Pauli. „Wir werden mit unseren neuen Kadetten einlaufen“, sagt Lars Lührsen, der Erste Offizier auf dem Segelschulschiff der Bundesmarine. Auf ihrer Herbstausbildungsreise mache die „Gorch Fock“ extra einen Umweg. Sie startet am 28. August in ihrem Heimathafen Kiel, umsegelt das dänische Skagen und nimmt Kurs auf Hamburg. „Unseren ersten Auslandshafen Newcastle haben wir deswegen abgesagt“, so Lührsen.

Die „Gorch Fock“ ist viel in der Welt unterwegs, deswegen war sie auch so lange nicht in Hamburg. Das letzte Mal reiste sie im Mai 1989 an, zum 800. Hafengeburtstag. Eigentlich der ideale Anlass für den Besuch eines Patenschiffs – leider passt er aber selten in den Terminkalender der Dreimastbark. Die liegt nämlich alle zwei Jahre im Mai in der Werft, oder sie ist gerade auf großer Tour. Im vorigen Jahr fiel dann aber die Entscheidung: „Wir wollen unseren Geburtstag auch in Hamburg feiern, in der Nähe unserer Bauwerft“, sagt Lührsen.

HAMBURG WILL KONTAKT ZUR "GORCH FOCK" INTENSIVIEREN

Rickmer RickmersDie „Gorch Fock“ ist am 23. August 1958 bei Blohm & Voss vom Stapel gelaufen. Bürgermeister Max Brauer übernahm damals per Handschlag die Patenschaft für die Stadt. Seitdem hat das Schiff 350 Häfen in 58 Ländern angelaufen und rund 700.000 Seemeilen zurückgelegt, das entspricht 32 Erdumrundungen. In Hamburg ist das Schiff erst sieben Mal gewesen. Diese Zahl soll künftig schneller steigen. Nachdem die Patenschaft bisher relativ still verlaufen ist, will die Stadt engeren Kontakt halten.

„Die Gorch Fock ist Hamburgerin, und als Parlament sind wir für die Hamburger da“, sagt Bürgerschaftspräsident Berndt Röder. Um auf diese Verbindung stärker hinzuweisen, leiht sich die Stadt für die Zeit des Besuchs ein Modell: Die „Gorch Fock“ im Maßstab 1:20 steht ab 3. September mitten in der Rathausdiele. Es ist eine Dauerleihgabe des Deutschen Schifffahrtsmuseums an Blohm & Voss.

Wer das Schiff vom alten Zehnmarkschein auch mal von innen sehen will, hat dazu an zwei Tagen Gelegenheit: Am 6. September (15 bis 17 Uhr) und am 7. September (10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr) dürfen Interessierte an Bord gehen, direkt neben der „Rickmer Rickmers“. Dort legt das Schiff am 8. September gegen 10 Uhr wieder ab.

Damit die Besatzung gern an Hamburg zurückdenkt und möglichst im Sommer 2009 wiederkommt, feilt die Bürgerschaftskanzlei seit Monaten am Besuchsprogramm. An einem Tag werden 40 Kadetten die HSH-Nordbank-Arena besichtigen. „Die HSV-Fraktion ist sehr stark an Bord“, erklärt Lührsen. „Wenn ihr Verein spielt, dann sitzt ein Großteil der Mannschaft mitten im Mittelmeer mit HSV-Schals vor dem Weltempfänger.“

Quelle: VON SIMONE MEYERwww.welt.de). Foto: Henning Günther www.arthwork.de

Aktualisiert ( Dienstag, 02. September 2008 um 07:57 )
 
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